Implantatprothetik – Eine Frage der Vielfalt, Präzision und Effizienz

Die Implantatprothetik nimmt in vielen zahntechnischen Laboren einen hohen Stellenwert ein. Die Rolle des Zahntechnikers ist nicht beschränkt auf die Fertigung, sondern er ist oft in die Unterstützung der gesamten implantologischen Therapie sowie in Serviceleistungen involviert. Für das Dentallabor bedeutet dies, breit aufgestellt zu sein und auf entsprechende Kompetenzen sowie Kapazitäten zurückgreifen zu können. Anbieter von prothetischen Komponenten bzw. Implantataufbauteilen werden hier für viele Labore zum Partner mit wertvollem Support. Für einen Artikel im Magazin Quintessenz Zahntechnik habe ich mich mit dem Unternehmen Medentika beschäftigt: eine „kleine“ Erfolgsgeschichte basierend auf einer großen Vision.

Auszug aus dem Artikel: Werkstoffkunde, Funktion, Ästhetik, Planung, Kundenbetreuung, Fräs- und Drucktechnologie, Preisgestaltung, Unternehmensführung, DSGVO, Medical Device Regulation (MDR), Personalführung, Talent-Management, Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen, Social Media, Marketing, Akquise … – die Anforderungen und Herausforderungen für Dentallabore wachsen stetig. Es scheint kaum noch möglich, wirklich alle Bereiche des zahntechnischen Unternehmens vollumfänglich ausfüllen zu können. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gilt es daher, Ressourcen zu schonen und für Kernaufgaben einzusetzen. Insbesondere in der sensiblen Implantatprothetik können Anbieter von prothetischen Komponenten für Dentallabore eine Möglichkeit darstellen, den Spagat zwischen Präzision, Flexibilität, Service und Effizienz sicher zu bewältigen. Medentika bietet Dentallaboren seit Jahren wichtigen Support. Zu allen gängigen Implantatsystemen werden kompatible, konfektionierte sowie individuell gefertigte prothetische Komponenten angeboten.

Kaum eine prothetische Geschäftsidee löste in den vergangenen Jahren mehr kontroverse Debatten aus wie Implantatprothetik-Komponenten von Fremdanbietern. Mit Geradlinigkeit, Innovationskraft, Transparenz und Charakter schaffte es Medentika, sich – trotz oftmals scharfem Gegenwind – eine etablierte Position im Markt zu erarbeiten. Zahntechniker profitieren von einer hohen Fertigungspräzision, einer fairen Preisgestaltung sowie einem vereinheitlichten Workflow. Heute zählt das Unternehmen im Bereich der Implantatprothetik zu den Marktführern. Der Weg dahin ist geprägt von vielen Meilensteinen.

Implantatprothetik

PreFace-Abutments und PreFace-Abutmenthalter für die Fertigung individueller Abutments mit der laboreigenen CAD/CAM-Maschine (Bild: Medentika)

 

Von der Vision zur Erfolgsgeschichte

Vor mehr als 15 Jahren entstand die Geschäftsidee, Abutments etablierter Implantathersteller besser und zugleich kostengünstiger zu produzieren. Das Prinzip klingt einfach und zugleich provokativ: Originalkomponenten noch besser auf die Ansprüche der Anwender anpassen und zugleich preislich attraktiver sein?! In der Implantatprothetik gibt es verschiedene Anbieter, die nach diesem Konzept agieren. Doch nur wenige zeigten die Beharrlichkeit und Ausdauer, sich im hart umkämpften Markt zu etablieren. Noch bevor der Begriff „Start-up“ inflationär für beinah jedes junge Unternehmen genutzt wurde, gründete sich im beschaulichen Hügelsheim (Baden-Württemberg) die Medentika GmbH. Das war im Jahr 2005. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Dem Unternehmen ist es gelungen, mit tiefem Verständnis für die zahntechnische Branche, der Leidenschaft für Zahntechnik und Feinmechanik sowie einer hohen Innovationskraft zum Wegbereiter in der Implantatprothetik und Partner für Dentallabore zu werden. Dabei setzte Medentika zu keinem Zeitpunkt auf „plumpe Nachbauten“, sondern zeichnet sich mit Pionierideen und Weiterentwicklungen aus. Viele der Produkte bestimmten die Ausgestaltung der modernen Implantatprothetik mit. Und während zu Beginn der Unternehmensgeschichte Laborimplantate im Fokus standen, folgten bald schon Abutments sowie eine Vielzahl an Aufbaukomponenten und vier Jahre später eigene Implantatsysteme.

Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 70 Mitarbeiter, hat eine gute Reputation auf dem Implantatmarkt und noch immer jede Menge Ideen sowie Potenzial. Seit 2013 ist Medentika ein Mitglied der Straumann Group, wobei autark agiert wird. Medentika bleibt sich treu und behält seine Identifikation „Zahntechnik“ bei. In Oberreichenbach bei Stuttgart wurde eine neue Fertigungsstätte gebaut. Auf etwa 11.700 m² sind Produktionsräume und Büros entstanden – noch mehr Raum für Innovation. Die Inbetriebnahme fand im November 2020 statt. Der Neubau legt den Grundstein für ein langfristiges Wachstum am Wirtschaftsstandort Deutschland.

Dies zeigt die klare Tendenz, dass die Implantologie und somit auch die Implantatprothetik als großer Wachstumsmarkt beurteilt wird. Der Zahntechniker nimmt hier eine unverzichtbare Rolle ein.

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